Kooperationsprojekt Ausbildungspatenschaften

Ausbildungspatenschaft

Welcher Beruf der richtige ist, mit dieser Frage hadern viele Schülerinnen und Schüler, wenn es auf die Zielgerade der Schullaufbahn geht.

So ging es auch Michelle Gräff. „Ich wusste nicht genau, was ich nach der Schule machen wollte und habe mir dann Hilfe gesucht“, sagt die Zehntklässlerin.

Dies ist ein Beitrag von Stefan Weinert, Rundfunkarbeit Bistum Trier.

Wenn die Ausbildung Fragen aufwirft

Ausbildungspatenprojekt von Caritas, Dekanat Wittlich, Aktion Arbeit, Kommune und Schule entwickelt sich weiter in Richtung Lebensorientierung

Traben-Trarbach. „Ich unterstütze gerne die Jugendlichen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder allein auch schon bei der Überlegung - was soll nach der Schule noch kommen?“ Dieses Fazit zieht Maria Pritzen, eine von zur Zeit sechs aktiven Ehrenamtlichen, die sich im Ausbildungspatenprojekt an der Realschule plus in Traben-Trarbach bereits seit mehreren Jahren engagieren. Sie wollen mit ihrem Tun Schülerinnen und Schülern auf dem Weg in die berufliche Zukunft ins Leben begleiten – und ihre Aufgaben haben sich im Laufe der Zeit zunehmend weiterentwickelt.

Das Dekanat Wittlich und der Caritasverband Mosel-Eifel Hunsrück e.V. brachten im Jahr 2009 in Zusammenarbeit mit der Aktion Arbeit im Bistum Trier das Projekt gemeinsam auf den Weg und fanden mit der Realschule plus in Traben-Trarbach auch bald einen interessierten Kooperationspartner. Das Projekt, das auch von der Kommune unterstützt wird, verfolgte von Anfang an das Ziel, Jugendlichen auf ihrem Weg in Ausbildung beizustehen. So wird nach Fähigkeiten und Stärken der Schülerinnen und Schüler geschaut, Unterstützung beim Verfassen der Bewerbung gegeben, in Praktikums- und Ausbildungsplätze vermittelt und Mut gemacht, wenn nicht alles direkt erfolgreich gelingt. Eine für die Patinnen und Paten sicherlich manchmal herausfordernde Tätigkeit, aber auch eine sehr bereichernde, wie die Ehrenamtlichen berichten. „Den Findungsweg zu begleiten zeigt auf, dass es zum einen heute immer schwieriger wird, sich in der Vielfalt der Angebote zu orientieren. Zum anderen können aber durch die Hilfe der Patenschaft auch schnell Möglichkeiten der Orientierung gefunden werden“, so Maria Pritzen.

Eine Aussage, die von Tina, einer 16 Jahre alten ehemaligen Schülerin der Realschule plus in Traben-Trarbach, nur bestätigt werden kann. „Meine Mutter und ich fanden die Patenschaft gut, weil sie mir bei Anmeldungen an Schulen geholfen hat und ich die Patin auch alles fragen konnte. Meine Patin war mir eine sehr große Hilfe. Die Patenschaft ist am besten geeignet für die Jugendlichen, die Unterstützung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder nach einem Schulplatz benötigen. Also wenn du Hilfe brauchst, melde dich beim Patenschaftsprojekt!“

Tina hat durch die Unterstützung ihrer Ausbildungspatin ihren beruflichen Lebensweg gefunden. Sie hat im August eine Ausbildung zur Erzieherin begonnen.

Die Patinnen und Paten engagieren sich somit nicht nur mit großem Erfolg, sondern auch mit viel Spaß an ihrem Tun. „Es ist immer wieder schön, den Jugendlichen auf diesem Weg zu helfen - und besonders dann, wenn man einen Weg gemeinsam gefunden hat, der zum Schüler oder zur Schülerin passt. Die Dankbarkeit der jungen Menschen und die Freude steckt an und begeistert zum weiteren Arbeiten in der Patenschaft“, so Maria Pritzen.

Doch nicht nur die praktische Unterstützung der Patinnen und Paten für die Schülerinnen und Schüler steht heute im Mittelpunkt.

Für Projektleiterin Silke Heiseler vom Caritasverband und Armin-Surkus-Anzenhofer vom Dekanat Wittlich sowie Andrea Steyven von der Aktion Arbeit hat sich in den letzten Jahren das Ausbildungspatenprojekt zu einem Projekt der Berufs- und Lebensorientierung weiterentwickelt. „Stand am Anfang noch das Finden eines Ausbildungsplatzes im Mittelpunkt, so rücken nun die Orientierungshilfe und Entscheidungsfindung in den Blick der Ehrenamtlichen. Das Projekt hat sich von einer reinen Ausbildungsplatzvermittlung hin zu einer Lebensbegleitung entwickelt, die schon in der 8. Klasse ansetzt“, so Silke Heiseler, die auch vor Ort an der Realschule plus mit der Schulsozialarbeit eng zusammenarbeitet.

„Ein weiterer neuer Weg, den wir künftig gehen wollen, ist die Begleitung von Auszubildenden. Um Ausbildungsabbrüche zu vermeiden, können sich inzwischen auch Auszubildende oder ihre Eltern bei Problemen während der Ausbildung an das Projekt wenden, um Unterstützung zu bekommen“, so Silke Heiseler.

Jugendliche, die eine Unterstützung durch Ausbildungspatinnen und -paten in Anspruch nehmen möchten - sei es bei der Berufsorientierung, der Ausbildungsplatzsuche oder während der Ausbildung - können sich dazu an die Projektleiterin des Caritasverbandes, Silke Heiseler, Tel. 06531 9660-0 wenden.

Gerne können sich auch Eltern bei ihr über die Möglichkeit dieser Begleitung informieren. Auch wer sich vorstellen kann, seine Berufs- und Lebenserfahrung für junge Menschen im Ausbildungspatenprojekt einzubringen, kann sich mit Silke Heiseler in Verbindung setzen.

Schülerflyer

Weitere Informationen zum Kooperationsprojekt Ausbildungspatenschaften finden Sie, findest Du hier: www.realschule-plus-traben-trarbach.de

Ansprechpartner_innen

Kontakt:

Dekanat Wittlich, Tel.: 06571/14694-0, dekanat.wittlich(at)bistum-trier.de

Caritas Mosel-Eifel-Hunsrück e.V., Tel.: 06571/9166-0, info(at)caritas-wittlich.de

Sozialpädagogische Projektbegleiterin:

Silke Heiseler, Tel.: 0175/3407376, silkeheiseler(at)web.de 

Schulsozialarbeiter:

Johannes Treitz, Tel.: 06541/81851719, johannes.treitz(at)wittlich.palais-ev.de 

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